Freitag, 3. August 2018

19:00 Uhr: Wiener Blond (Österreich)

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Nicht schon wieder Wiener Lieder!

„ZWA“ (das neue Album) ist zwar die logische Konsequenz des Debüt-Albums „Der letzte Kaiser“ (2015), doch ist der zweite Langplayer der Wienerlied-Beatboxer alles andere als vorhersehbar.

Wiener Blond sind erwachsener geworden, aber jung geblieben. Rotzfrech wie das Schulkind und nostalgisch wie der Großonkel, der den Kaiser Franz Joseph noch erlebt hat. Denn das Weltbild des Wieners bleibt dasselbe und die Probleme ändern sich nicht, niemals. Es geht ums Wegschauen, wenn der flüchtige Bekannte auf der anderen Straßenseite spaziert.

Es geht um die Krebstiere in der Bratwurst, eine Fahrt in der längsten Geisterbahn der Welt und die Fieberblase beim ersten Date (natürlich vom Gegenüber). Man will sich ja nicht aufregen, aber ein bisserl jammern will man schon. Was im Erstlings-Werk noch verschont blieb, kann sich sicher sein, dass es in „ZWA“ sein Fett wegkriegt, ob das jetzt das schmutzige Geschirr vom Vortag oder die Landeshauptstadt von Niederösterreich ist.

Auch musikalisch verbinden Wiener Blond Altbewährtes mit neuer Frische. „Beatboxing trifft Wienerlied“ bleibt Programm, wird aber um das ein oder andere Schmankerl erweitert: Da darf man auch einmal den Gangster-Rapper raushängen oder ein Streicherensemble die Saiten zupfen lassen. Es darf getanzt und melancholiert werden, manchmal auch gleichzeitig. Wiener Blond sind reifer geworden, geben es aber nicht immer zu.

„ZWA“ ist Beatbox-Wienerlied-Drum’n’Bass-Electro-HipHop-Pop mit weltmusikalischen Einflüssen. Sozusagen ein Kraut-und-Rüben des Austropop.

Bei ihren fulminanten Live-Performances treten die beiden Bandmitglieder Verena Doublier und Sebastian Radon nach wie vor zu zweit auf. Ihr Equipment beschränken sie dabei auf eine Loopstation, eine Gitarre und eine Cajon. Trotzdem ist ihre Musik, sowohl auf dem Debüt-Album „Der letzte Kaiser“, als auch auf ihrer neuen Veröffentlichung „ZWA“, energiegeladen und vielseitig und strotzt vor Selbstironie: Live zu hören ist das Duo mit ihrem aktuellen Programm „Nicht schon wieder Wiener Lieder“.

Nach der Monarchie kommt die Nostalgie, nach dem letzten Kaiser der erste Wiener. Und der muss Konditor g’wesen sein, da ist man sich sicher.
Zwar ist „ZWA“ die logische Konsequenz. Aber Logik ist ja relativ. Und fix ist höchstens nur vielleicht.

 

20:15 Uhr: Sofian Mustang (Frankreich/Bordeaux)

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Sofian Mustang verbinden Rock mit Country und Mariachi: Brennende Trompeten prallen auf Rockgitarren und eine leidenschaftliche weibliche Stimme, die ihre Texte in französisch, deutsch und englisch auf die Bühne bringt. Das klingt, als würde L‘Hasa De Sela mit Calexico auf einen lustvoll düsteren Roadtrip gehen.

Von der Bühne aus zerren die sieben Söldner ihr Publikum auf einen explosiven Trip und sprengen dabei mit einem Lächeln die Grenzen der von ihnen bespielten Genres.

Gypsy-Brass aus dem Westen, prallt auf östlich interpretierten Mariachi und europäischer Americana verbindet sich mit orientalischem Rock und französichmexikanischem Chanson.

 

22:00 Uhr: Hypnotic Brass Ensemble (USA)

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Diese sieben Brüder „from the south side of Chicago“ beeindrucken mit einem einzigartigen Sound zwischen Jazz, Funk und Hip-Hop. Und das kommt nicht von ungefähr: Die Jungs sind allesamt Söhne der Jazz-Legende Phil Cohran (Chaka Khan, Earth Wind and Fire, Sun Ra Arkestra)!

Live sind HBE eine Granate: Mos Def zum Beispiel war von einer Show der Truppe so begeistert, dass er sie vom Fleck weg verpflichtete und als MOS DEF BIG BAND mit auf Tour nahm.

Ihr erstes Album Satin erhielt gleich einen American Author’s Award erhielt. Auch andere Stars waren schnell begeistert: HBE spielten bereits mit den Gorillaz (auf Plastic Beach), Ghostface Killah (The Pretty Toney Album), Damon Albarn und Tony Allen & Flea (Rocket Juice & the Moon). Prince und De La Soul konnten es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, mit dem HBE eine Bühne zu teilen. Aber auch unter eigenem Namen feiern die 7 Brüder Erfolge.

So begeisterten sie bereits auf Festivals wie Roskilde und Glastonbury, bei Coachella, Womad, im Sydney Opera House und beim Reeperbahn Festival 2017.

 

24:00 Uhr: Lucille Crew (Israel/Tel Aviv)

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Die Lucille Crew ist ein internationales Kollektiv bestehend aus zehn Mitgliedern, das Hiphop-Elemente mit Funk und Soul vermengt.

Ihr Sound ist ein Mix aus klassischem New Yorker Old School Hiphop, der auf die feucht-fröhliche Stimmung von Balkan-Partys trifft.
Die Truppe bringt mal dreckigen Gangsta-Hiphop, mal chilligen 1940er-Jahre-Blues auf Bühne.

Angeführt wird die Band von dem aus Baltimore stammenden MC Rebel Sun, dem argentinischen Produzenten Izzy (Isgav Dotan) und der Sängerin Gal de Paz. – Mehr Abwechslung geht nicht! Yeah!

 

Samstag, 4. August 2018

18:00 Uhr: Workshop-Konzert

Details siehe hier.

 

 

18:45 Uhr: balkanTSCHECH (Österreich/Mostviertel)

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Ihre Liebe gilt der ohrenbetäubenden Blas-, Volks- und Popmusik, die sie unter Anwendung höchsten Körpereinsatzes darbieten.

Wenn sie so richtig in Stimmung sind, kann man sie sogar durch die Trompeten, Saxofone, Posaunen und Tuben lachen hören. Wenn nicht gerade die wilden Balkan Beats vom Schlagzeug alles überdecken und einer der neun Musiker dadurch verdurstet.

Die Art der Darbietung ist daher eine reine Getränkefrage und reicht von Balkan Jazz bis zu fetzigen Hits, inspiriert von amerikanischen Brass Bands à la Lucky Chops. Let’s do it!

 

20:15 Uhr: Griot Blues (Mali, USA)

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Griot Blues ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit und tiefen Verbundenheit des Blues-Musikers Mighty Mo Rodgers aus East Chicago, Illinois, und des westafrikanischen Griots Baba Sissoko aus Mali.

Improvisation, Inspiration und Entschlossenheit sind die Zutaten, das Ergebnis entsprechend bemerkenswert. Rebellischer, zickender, westlicher Delta-Blues. Das impliziert Lebensweisheit genauso wie die Neugier auf neue musikalische Abenteuer.

Dass sich die beiden Genremeister leidenschaftlich gern darauf einlassen, hört man besonders dann, wenn sich Sissokos Virtuosität an den Talking Drums nahtlos verbindet mit Mighty Mo Rodgers’ grummelnden, stampfenden Blues-Beats. Mehr!

Übrigens: „Griots“ werden westafrikanische Marktsänger und Geschichtenerzähler genannt.

 

22:00 Uhr: Mokoomba (Simbabwe)

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Mokoomba, the future of afro sound

Erfrischend und aufregend neu klingt die junge Afro-Fusion-Dance-Combo MOKOOMBA aus Simbabwe. Die sechsköpfige Truppe verbindet traditionelle Rhythmen und Percussion ihrer Region mit urbanen Latin-Sounds, Soul, Funk und Human-Beat-Box-Einlagen.

Die Musiker um den begnadeten Leadsänger Mathias Muzaza stammen aus der Tonga-Region, wo die weltberühmten Victoria-Wasserfälle sprudeln. Die Liebe, das Leben, auch soziale Missstände werden in den Songs thematisiert. Dabei explodiert die Band buchstäblich auf der Bühne und wird die Luft im Schlosspark Wieselburg vor Energie knistern lassen. Ansteckend, tanzbar, unermüdlich. halle2 meint: MOKOOMBA machen süchtig.

 

24:00 Uhr: Hot Pants Road Club (Österreich)

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Der Hot Pants Road Club feierte 2017 seinen 25.Geburtstag und die Band präsentierte im Rahmen einer Jubiläumstour ein neues Album.
Einst gegründet von den Brüdern Andreas, Christian und Franz Roitinger, hat sie viele Transformationen durchgemacht.

2015 zum Beispiel war eindeutig ein Jahr der Veränderungen. Drei Hot Pants Road Club (official)-Gründungsmitglieder entschlossen sich, den Platz auf der Bühne den Ausnahmemusikern Jojo Lackner (bass), Josef Hinterhölzl (drums) und Oliver Kerschbaumer (keyboards) zu überlassen.

Mit dem frischen Wind, der durch die Jugend der neuen Bandmitglieder Einzug gefunden hat, definiert sich die längst legendäre Gruppe neu und verpasste dem speziellen Club-Groove ein Update. In erweiterter Version sind die Mannnen rund um Sänger Andie Gabauer auch als HPRC „Grand Funk Orchestra“ für einige wenige exclusive Konzerte zu hören.

Man hat in Vorbereitung auf den runden 25er ein neues Album produziert, das „Funk is our mission“ heißt, blieb aber dem – so schlichten wie effizienten – Leitsatz „Dance and have a good time!“ treu. Zu den aktuellen Kompositionen fügen sich frisch adaptierte Klassiker des Hot Pants Road Club.

„Boogie, don´t stop the boogie“ ist die aktuelle Single-Auskopplung und der Titel ist Programm.